Landfrauen-Seminar zum Thema: Interkulturelle Kommunikation

„Dialoge bauen Brücken – Brücken verbinden“ am 19. November 2016 in Hofbieber

Im Rahmen der Weiterbildung des LandFrauenverbandes Hessen nahmen Mitglieder des Bezirksvereins Fulda erstmalig an einem Seminar in ihrer Region teil. Es handelte sich dabei um ein Kooperationsseminar mit dem Verein für Landvolkbildung e.V. und dem Büro f. Interkulturelle Kommunikation spielt eine wichtige Rolle, was anhand vielfältiger Beispiele aufgezeigt wurde. Der eigene kulturelle Hintergrund schwingt in jeder interkulturellen Begegnung bewusst oder unbewusst mit. Sensibilität für die eigenen Kommunikationsmuster und Bedürfnisse sind ebenso wesentlich wie das Gespür für das Gegenüber. Getreu dem Leitspruch „Dialoge bauen Brücken – Brücken verbinden“ lassen sich so gemeinsam Brücken mit wertschätzender Kommunikation errichten.

Start- und Zielpunkt des Tages waren laut Referentin Nil Esra Dagistan, Business & Kultur Coach aus Wiesbaden, der „Dialog bei mir – was brauche ich – meine Bedürfnisse“. Mit diesen Worten lud sie die Frauen ein, interaktiv mitzumachen. Nachdem das „Arbeits-Du“ einstimmig befürwortet war, begann man mit der persönlichen Vorstellung anhand diverser Bilder und Erklärungen.

Die Begrüßungsrituale aus aller Welt wurden sehr beeindruckend gezeigt und erstaunten durch ihre Vielfalt. Besonders die orientalische Kultur, in der das freundliche Lächeln von Frauen Fremden gegenüber als unschicklich gilt, überraschte die Meisten. Im weiteren Referat über die Kulturen in anderen Länder, sowie Kulturkategorien erfuhren die Anwesenden näheres über die Zeitorientierung der Menschen in aller Welt, die auch sehr viel mit ihrer Religion zu tun hat.

Der zweite Teil des Seminares befasste sich mit der nonverbalen Kommunikation und ihren interkulturellen Unterschieden. Der erste Schritt für das Erlernen setzt die Erkenntnis der eigenen Quellkultur und der damit verbundenen Prägung voraus. Der nächste Schritt ist darin zu sehen, dass derjenige, der in einer anderen Kultur aufgewachsen ist, ebenso eine mentale Programmierung genossen hat, die mit der eigenen als gleichwertig anzusehen ist. Will man eine Kultur verstehen, muss man etwas über diese Kultur lernen. Dann gelingt es, Fremdes nicht vorschnell mit dem eigenen Wertesystem zu verurteilen. Auch sollte man sich auf Neues einlassen. Bei Interesse, Offenheit und Respekt vor dem anderen Partner ist eine interkulturelle Kommunikation möglich.

Das Fazit: Werte werden nicht nur von den eigenen Vorstellungen geprägt, sondern im Wesentlichen von dem Kulturkreis bestimmt, in dem sich die Person bewegt. Kommunikation hat bei jedem Menschen eine Innenseite mit 4 Stimmen = Kind, Weise, Kritikerin und Antreiberin. Der Satz „Willst du ein guter „Kommunikator“ sein, dann schau auch in dich selbst hinein!“ wurde ergänzt mit dem Schlusswort von Frau Dagistan:

Der Weg zum „DU“ führt über das „ICH“